Anmeldung
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Nach der Rückkehr aus Kanada haben unsere Junioren ihren ersten Wettkampf auf heimischem Eis in Bern ausgetragen. Die Teilnahme am Zytglogge Cup, ausgetragen am 22. und 23. Januar, war ursprünglich nicht geplant. Vielmehr sollte das Team die Bull-Trophy in Grindelwald bestreiten. Weil aber unsere Anmeldung zu diesem Eliteturnier mit Verspätung erfolgte, fanden wir keinen Eingang mehr in das Teilnehmerfeld – auch dem Coach unterläuft manchmal ein böser Lapsus.

Auch am Zytglogge Cup mussten Toni und seine drei Teamkollegen Ändu, Andreas und Nick eine gute und konstante Leistung erbringen, um bei den Besten zu sein. Und das war das erklärte Ziel des Teams, in der Schlussabrechnung die Besten zu sein. Ich nehme es gerne vorweg: Sie waren am Schluss die Besten und gewannen den Zytglogge Cup!

Für mich, den Coach, war aber der Turniersieg als solcher gar nicht so wichtig, vielmehr interessierte mich die Art und Weise, wie das Lenker Juniorenteam sich diesen Sieg erspielte. Das Curling, das ich von meinen Spielern sah, gefiel mir. Nicht nur waren die Einstellung und der Einsatz vorbildlich, auch spielerisch erreichte das gesamte Team ein hohes und recht konstant Niveau und zudem spielten die Lenker taktisch klug und konnten so jeden Gegner kontrollieren.

Gegen die Teams von Muri Stones, Burgdorf und Beatenberg erkämpften die Jungs in den ersten drei Matches hohe Siege. In der vierten Runde, es ging um den ersten Platz in der Gruppe B, sahen die (wenigen) Zuschauer zwischen Lenk und Bern Crystal 1 ein hochstehendes Spiel. Beide Equipen waren einander mehr oder weniger ebenbürtig, doch am Schluss setzten sich die Junioren aufgrund ihrer kleineren Fehlerquote und dem konsequenten Nutzen gegnerischer Fehler klar durch.

Der „Final“ zwischen den beiden Gruppenersten verlief dann ein wenig einseitiger, da einige Fehler des gegnerischen Teams aus Genf unserem Team eine frühe Führung mit drei Steinen im ersten End ermöglichte. Diesen Vorsprung verwalteten Toni und seine Kollegen souverän – nur im siebten End drohte kurz Gefahr, die mit taktisch klugen und gut ausgeführten Steinen wieder abgewendet werden konnte – und so gewannen unsere Lenker den Zytglogge Cup mit dem Punktemaximum.

Für unser Selbstvertrauen und den weiteren Verlauf der WM-Vorbereitung kam dieser Turniererfolg zu einem sehr guten Zeitpunkt. Vermutlich hat sich meine Nachlässigkeit bei der Turnieranmeldung für Grindelwald als glücklicher Zufall erwiesen ... vielleicht. Sicher hätten die Junioren auch in Grindelwald gut gespielt, aber gegen vermeintlich „grosse“ Gegner ist es leider immer schwieriger, sich auf die eigenen Möglichkeiten, das eigene Können oder ganz einfach auf den eigenen Stein zu besinnen.

Am Zytglogge Cup hatten Toni, Ändu, Andreas und Nick die Gelegenheit, sich wieder einmal ihre eigenen und eigentlichen Stärken vor Augen zu führen: Sie können hochstehendes und komplettes Curling spielen! Für die kommenden Spiele, unter welcher Affiche sie auch stattfinden mögen, wird sich das Team auf diese Stärken verlassen können.

Der Coach, Thomas Griessen

Zytglogge Cup von 22.-23. Januar 2005