Vom 3. bis 5. Dezember fand in Thun das Internationale Juniorenturnier statt, welches bei allen von uns als Lieblingsturnier gilt. Dieses Jahr war die Anzahl ausländischer Teams so hoch wie noch selten und daher hofften wir einige Partien gegen Gegner zu spielen, die wir sonst nicht so zu Gesicht bekommen. Diese Hoffnung konnte sich leider am Freitag und Samstag noch nicht erfüllen. Das Losglück wollte es so, dass wir mit Limmattal, Interlaken und Dübendorf auf Teams trafen, die uns von diversen GP und Meisterschaftsspielen bereits bekannt waren. Doch alles schön der Reihe nach:
Nach dem Ausscheiden in letzter Sekunde vor einem Jahr war es unser erklärtes Ziel, dieses Jahr sicher am Sonntag, und somit unter den besten 8 Teams, dabei zu sein. Gut gelaunt und voller Zuversicht traten wir also bei unserem „Heimspiel“ an. Unser erster Gegner waren die Limmattaler. Wie in jedem Spiel gegen dieses Team war der Ausgang lange offen, doch am Schluss konnten wir das bessere Ende für uns behalten und das Spiel mit 5:4 gewinnen.
Nun war klar, dass wir uns im zweiten Spiel mit einem Sieg einen freien Samstag erspielen konnten. Denn der Sieger dieses Spiels musste erst am folgenden Tag um 19 Uhr wieder antreten. Der Verlierer jedoch musste in die saure Gurke beissen und bereits um 8 Uhr früh wieder aufs Eis gehen. Dieser Umstand motivierte uns zusätzlich und wir gingen nach dem Spiel gegen Interlaken als Sieger vom Eis. Nun hiess es am Samstag also ausschlafen (solange man konnte) und anschliessend blieb sogar noch etwas Zeit für einen Stadtbummel.
In unserem Abendspiel gegen Dübendorf ging es bereits um die Qualifikation für die Viertelfinals vom Sonntagmorgen. Wir zeigten erneut eine solide Leistung und konnten das Spiel schlussendlich souverän gewinnen. Damit war also unser Zwischenziel (drei Siege in Folge und damit Viertelfinal) erreicht.
Am Sonntagmorgen trafen wir mit Deutschland 1 auf einen Gegner, den wir auch an der WM in Pinerolo wiedersehen werden. Trotz einiger Schwächen hatten wir auch diesen Gegner gut im Griff und mit einem 8:6 Sieg konnten wir uns für die Halbfinals qualifizieren. In diesem Halbfinal trafen wir auf Deutschland 3, also erneut ein Team aus unserem nördlichen Nachbarland. Das Spiel war 8 Ends lang ausgeglichen und es war klar, dass es ein knappes Resultat geben würde. Vor dem letzten Stein des Gegners lagen wir mit zwei Steinen sehr gut hinter diversen Guarden. Irgendwie schaffte es allerdings der Skip der Deutschen via einen eigenen Stein doch noch Shot zu werden. Die Enttäuschung über das Verpassen des Finals war gross, denn man war sehr nahe am Spiel um den Turniersieg gewesen. Im kleinen Final trafen wir auf Uzwil und nach einem einseitigen Spiel konnten wir uns doch noch einen Platz auf dem Podest sichern.
Mit dem dritten Rang hinter Schottland und Deutschland waren wir schlussendlich das beste Schweizerteam. Trotz diesem sehr guten Resultat überwog bei der Siegerehrung immer noch etwas der Frust über das unglücklich verlorene Halbfinalspiel.
Ändu Klauenbösch, Third