Wie jedes Jahr fand auch heuer an drei verschiedenen Wochenenden im Oktober und November der Junioren Grand Prix (GP) statt. Die besten zwölf Teams bei den Juniorinnen und Junioren sind jeweils für den GP qualifiziert.
Für das Lenker Team bedeutet die Teilnahme am diesjährigen GP die erste Stufe in der Weltmeisterschaftsvorbereitung. Nachdem unser Team den GP in den Jahren 2001 und 2003 gewonnen hatte, musste die Ziele auch für die aktuelle Austragung hoch gesteckt werden. Ob es wohl wieder zum Sieg reichen würde? Diese Frage haben sich die Lenker Spieler gestellt und sich vorgenommen, die Siegesserie fortzusetzen.
Der Start in den GP, gespielt wurde in Wallisellen, gelang unserem Team; ein überzeugender Sieg gegen das starke welsche Team, in dem zwei Genfer und zwei Neuenburger spielen. Doch im weiteren Verlauf des Turniers zeigten sich ungewohnte Fehler im Spiel und der taktischen Anlage der Lenker. Die erste Niederlage im dritten Spiel kam noch nicht aufgrund von gehäuften Fehlern zustande. Ein bisschen Pech auf unserer Seite, ein hervorragender letzter Stein des Gegners haben dazu geführt.
Aber in der zweiten Austragung in Biel vermochten die Lenker spielerisch und taktisch nicht immer zu gefallen. Im wichtigen Spiel um die Platzierung nach zwei Dritteln der Spiele traf das Lenker Team auf die Dübendorfer, den Finalgegner der letzten Schweizer Meisterschaft. Und die Lenker haben dieses Spiel verloren. Es war kein überragendes Spiel, beide Mannschaften machten viele Fehler. Am Schluss behielten die Dübendorfer das bessere Ende für sich und konnten einen Punktevorsprung schaffen, den sie in der Folge nicht mehr preisgaben.
Am letzten Wochenende, das in Bern ausgetragen wurde, galt es für das Team von Toni, die gleichrangierten Teams zu schlagen. Im ersten Spiel sollte mit Dübendorf 2 ein solches Team besiegt werden, doch die Lenker mussten als Verlierer vom Eis. Die restlichen Spiele haben die Jungs dann wieder gewonnen und wurden schliesslich ex äquo mit zwei anderen Teams Zweite.
Die Bilanz des Coachs fällt durchzogen aus. Ich habe mehr erwartet und bin von der gezeigten Leistung leicht enttäuscht. Nun hat aber im Sport jeder Leistungseinbruch auch eine Erklärung (ein Coach / Trainer glaubt das zumindest, sonst hätte er seinen Job verfehlt). Meine Erklärung berücksichtigt zwei Aspekte: Erstens war das Team in dieser Zeit viel unterwegs und einzelne Spieler haben offenbar auch Schwierigkeiten, zu ihren Erholungsphasen zu kommen – vor allem unsere Soldaten. Zweitens hatte diese Austragung des GP einen ganzen anderen Stellenwert als die früheren. Natürlich hätten sie als Sieger glänzen können, aber eine Kanadareise war eigentlich nicht zu gewinnen, weil wir unsere Vorbereitung in kanadischen Umfeld anfangs Oktober ohnehin mit der Kanadareise der GP-Sieger zusammenlegen mussten. Es fehlte dem Team also ein starker Anreiz, das Letzte zu geben.
Gelegenheit, wirklich zu zeigen, was in ihnen steckt, haben die vier Spieler des CC Lenk schon wieder am Wochenende von 3. – 5. Dezember am Internationalen Juniorenturnier in Thun. Hier erwartet der Coach ein klare Leistungssteigerung – das ist sein Job!
Der Coach, Thomas Griessen